JOSEF ROSNER

Mehr in alternative Energieen investieren

zum PNP - Leserbrief "Halbwahrheiten verbreitet"
Tobias Lang

und PNP - "Arbeitsplätze stehen auf dem Spiel"
Christian Moser

jeweils vom 1.6.2007
Wunderbar finde ich es, wenn sich junge Leute mit dem Thema "Klimawandel", CO2 Ausstoß und Arbeitsplätzen befassen und dazu auch Lösungen anbieten. Recht hat Herr Lang, wenn er fordert, Strom aus alternativen Energien sollte Kohlekraftwerke ersetzen, da bin ich mit ihm vollkommen einer Meinung, aber nicht nur Kohlekraftwerke sondern auch Kernkraftwerke. Man darf nämlich bei allem Gerangel und den absolut widersinnigen Handel mit CO2-Werten nicht den in Kernkraftwerken täglich produzierten "Atomaren Restmüll" vergessen. Im Moment wird TOTgeschwiegen, dass sämtlicher Atomarer Abfall auf lange Zeit in unmittelbarer Nähe der Kernkraftwerke gelagert wird.
Die Stadtwerke Deggendorf kaufen immer noch sehr viel Strom zu und es obliegt dem Aufsichtsrat, wo und vor allem welcher Strom eingekauft wird. Im Energiemix wird der meiste Strom derzeit von der E-On bezogen, wobei man auch deren Preisdiktat unterliegt. Viele Gemeinden wechselten - nach Prüfung der Lieferverträge - zu alternativen Stromanbietern, auch die Stadtwerke könnten dies tun. Besser wäre es noch, wenn die Stadtwerke hier vor Ort weitaus mehr in die alternativen Energien investieren würden, wie Photovoltaik, Kraft-Wärme-Kopplung, Wasserkraft.
Nur so könnte man sich längerfristig unabhängig machen und, was das Beste dabei wäre: man schafft hier vor Ort NEUE Arbeitsplätze und setzt sich gleichzeitig aktiv für den Klimaschutz ein! Die EWS-Schönau ist hier ein anstrebenswertes Vorbild, dort kostet der Strom genauso viel wie in Deggendorf, allerdings klimaschonend, Arbeitsplätze schaffend und einzig und allein mit alternativen Energien erzeugt.
Josef Rosner
Architekt
Osterhofen · 08547-7246
1.Juni 2007
Legende:
unveröffentlichter Text